„...Oh well, I'm the type of guy who will never settle down 
Where pretty girls are, well you know that I'm around 
I kiss 'em and I love 'em cause to me they're all the same 
I hug 'em and I squeeze 'em they don't even know my name 
They call me the wanderer 
Yeah, the wanderer 
I roam around, around, around...“ 
- The Wanderer / Dion DiMucci -

 

 

Unter einem Lausbuben versteht die große Mehrheit einen Jungen, der seinen Mitmenschen gerne und regelmäßig fiese Streiche spielt. Während ein Teil der Bevölkerung die Bezeichnung eher scherzhaft verwendet, interpretieren manch andere darin ein Schimpfwort. 

Beispielsweise hielten die Gebrüder Grimm den Lausbuben für einen schäbigen, unreifen Bengel. Zurückzuführen waren jene harschen Worte auf ein Zitat Goethes, welches besagte, dass ein Lausbub „kein übles Ingenium hat, aber sich durch einen schäbigen Willen unnütz macht“. 

In seiner Sendung gab der Sprachexperte eines Schweizer Radiosenders allgemein zu bedenken, der Titel Lausbub klinge heute eher niedlich, tatsächlich galten diese Jungen in früheren Zeiten als Gesindel der übelsten Sorte. Bereits der bloße Ausdruck Bub sei schon negativ behaftet gewesen! 

Möglicherweise liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Faktisch ist ein Lausbub ein intelligenter Junge, oder natürlich ein Mädchen, wobei das weibliche Geschlecht über alternative Namen verfügt, der seinen kreativen Energien freien Lauf lässt. Letztes Endes entscheiden die Taten selbst, ob es sich nur um harmlose Faxen, andernfalls bösartige Vergehen handelt. 

Oftmals läuft ein junger Mensch Gefahr, den schmalen Grad zwischen scherzhaft schelmisch und vorsätzlich bösartig zu überschreiten. Bewusst gemeine Handlungen prägen den Charakter. Passieren fortwährend missliche Delikte, droht der Mensch gänzlich in negative Gefilde abzurutschen. 

Der erschreckende Anstieg an Jugendkriminalität, durch sämtliche Schichten und Nationalitäten hinweg, zeigt, wie häufig die dünne Linie mittlerweile überschritten wird. Dabei gelten vor allem Raub, Sachbeschädigungen, sogar Körperverletzungen zu typischen Jugendstraftaten. 

Kindlicher Drang nach Abenteuern, kombiniert mit pubertierender Frühreife verleiten Heranwachsende, Grenzen der Legalität auszutesten, was noch zum normalen Entwicklungsprozess des Individuums zählt. Verletzt der Jugendliche geltende Gesetze, tritt das Jugendstrafrecht im Alter von 14 bis 18 Jahren in Kraft, welches primär die Erziehung, sowie das Zurechtrücken des Charakters fokussiert. 

Generell treibt die Zeit Jugendlichen ihre Flausen aus den Köpfen, sie reifen schlichtweg. Ansonsten verschaffen Anti- Aggressions- Training, alternativ gemeinnützige Sozialstunden Abhilfe. Härtere Maßnahmen bilden Geld-, ferner Freiheitsstrafen. 

Greift die Entwicklungsförderung, stehen die Chancen gut, den Delinquenten zu heilen. Tun sie dies weniger, führt ein Rückfall nicht selten zu weiteren. 

Im Erwachsenenalter fallen Bestrafungen deutlich härter aus. Umzukehren, der Kriminalität zu entfliehen, wieder die richtige Bahn zu finden, gestaltet sich jedes Mal schwieriger. 

Es ist so. Viele Jugendbücher erzählen zwar Geschichten über Lausbuben, die harmlosen Schabernack treiben, jedoch auf unterhaltsame, kommerziell markttaugliche Manier. Damit illustrieren sie die Ideologie des klischeeuntermalten Happy Ends, verweisen dagegen keineswegs auf reale Konsequenzen, welche den Protagonisten, samt dessen Umfeld normalerweise ereilen. 

Die niedergeschriebene Geschichte handelt von einem Lausbuben namens Tom. Sie basiert auf wahren Begebenheiten, entspricht keiner beispiellosen Bilderbuch- Ansicht, sondern vielmehr der unschönen Wirklichkeit. Schließlich dienen Unrichtigkeiten und Niederlagen lediglich der charakterlichen Weiterentwicklung, sollten demnach niemals versteckt unter dem Teppich landen.  

Deshalb schildern dargelegte Erlebnisse Toms Werdegang, alle Phasen der Entfaltung, begangene  Fehler, das daraus resultierende Wachstum, plus hierbei fortlaufend empfundenen Sinneseindrücke. Ungefiltert, niemals beschönigt. 

 


 Tom